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Minimal-Invasive Chirurgie

In den letzten 2 Jahrzehnten hat sich eine revolutionäre Entwicklung in der Chirurgie vollzogen. Das minimal invasive Operieren (Stichwort "Schlüssellochchirurgie") erlaubt heute eine Vielzahl von Operationen speziell im Bauchraum (laparoskopische Chirurgie) in schonender und kosmetisch vorteilhafter Weise (Hautschnitt 5 – 10 mm). Modernste OP-Ausstattung und der Einsatz neuester Technologien, wie HDTV-Bildschirme, neuartige Techniken und Instrumentarien, sowie speziell qualifizierte Operationsteams gewährleisten die Durchführung der Operation mit geringem Zugangstrauma für die Bauchdecke. Hieraus resultiert für den Patienten eine deutliche Schmerzreduktion, eine raschere Erholung, eine verkürzte Mobilisationsphase nach der Operation, mit deutlicher Risikominderung im Hinblick auf Thrombose, Lungenembolie und Lungenentzündung. Insgesamt fühlen sich die Patienten nach derartigen Eingriffen weniger stark beeinträchtigt und können schneller ihren täglichen Verrichtungen nachgehen. Das speziell entwickelte Instrumentarium sowie 3 Chip-Optiken mit Videokamera werden über kleine Hülsen in die entsprechende Körperhöhle eingebracht.

Die minimal-invasive Chirurgie stellt einen besonderen Schwerpunkt in unserer Klinik dar. So wurde schon 1990 die minimal-invasive Technik zur Behandlung des Gallensteinleidens am Juliusspital etabliert. Seit diesem Zeitraum wurden rund 2.300 Patienten an der Gallenblase minimal-invasiv operiert.

Prof. Dr. Schippers begleitet die minimal-invasive Chirurgie seit ihren Ursprüngen in den 80iger Jahren als Operateur, Tutor, Ausbilder und Lehrbuchautor. Mit seinem Eintritt in die Chirurgische Klinik des Juliusspital hat er 1998 die laparoskopischen Techniken zur Behandlung von entzünd-lichen Dickdarmerkrankungen, ebenso wie die Behandlung von Zwerchfellbrüchen, Entzündungen der Speiseröhre und die Entfernung der Milz in minimal-invasiver Technik etabliert. Erfahrungen bei mehr als 500 laparoskopischen Dickdarmentfernungen, bei entzündlichen Darmerkrankungen, ermöglichten die Etablierung der Technik auch in der Therapie bösartiger Dick- und Enddarmerkrankungen.

Im Rahmen eines differenzierten Konzeptes zur chirurgischen Therapie des Leistenbruchs wird hier als minimal-invasive Technik der totale-extraperitoneale Zugang (TEPP) angeboten.

Können auch noch nicht alle Operationen in der Chirurgie minimal-invasiv durchgeführt werden, so sind doch eine Vielzahl von Eingriffen an unserer Klinik schon heute möglich:

Leistungsspektrum:

  • Gallenblasenentfernung bei Steinleiden (Cholezystektomie)
  • Blinddarmentfernung bei akuter Entzündung (Appendektomie bei Appendizitis)
  • Bruchoperationen bei Leistenbrüchen (TEPP)
  • Bruchoperationen bei Zwerchfellbrüchen und Refluxerkrankungen (Refluxoesophagitis)
  • Dickdarmsegmententfernungen bei entzündlichen Dickdarmerkrankungen (Divertikulitis)
  • Dick- und Enddarmoperationen bei bösartigen Tumoren (Kolorektales Karzinom) in ausgewählten Fällen
  • Magenoperationen bei Magentumoren
  • Lösung von Verwachsungen im Bauchraum (Adhäsioloyse)
  • Diagnostische Bauchspiegelung (Klärung unklarer Bauchbeschwerden)