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Interdisziplinäres Tumorboard am Juliusspital

Multimodale Behandlungskonzepte haben in der modernen Tumortherapie einen großen Stellenwert erlangt. Diese erfordern zu Therapiebeginn bzw. im weiteren Verlauf die Expertise unterschiedlicher ärztlicher Disziplinen.

Das im Juli 2007 am Juliusspital etablierte und wöchentlich abgehaltene Tumorboard bietet ein Podium, auf dem Chirurgen, Gastroenterologen, ein niedergelassener Onkologe, Strahlentherapeuten, Radiologen und Pathologen die Vorgehensweise bei Patienten mit Tumorerkrankungen erörtern. Das Tumorboard ist der wichtigste Teilbereich des im Jahr 2009 zertifizierten Darmzentrums Juliusspital Würzburg. Nach gemeinsamer Sichtung von Patientengeschichte, Röntgenbildern und Gewebeproben wird ein individuelles Handlungskonzept erstellt, welches sowohl die weitere Diagnostik als auch das chirurgische bzw. onkologische Vorgehen festlegt. Dieses orientiert sich an den Leitlinien der Fachgesellschaften zur Tumortherapie und an den Ergebnissen aktueller klinischer Studien. Während die stationären Patienten des Juliusspitals zahlenmäßig im Vordergrund stehen, besteht das Angebot an niedergelassene Kollegen, ihre Patienten ebenfalls im Tumorboard vorzustellen. Diese Aufgabe kann auch an die Chefärzte der Kliniken für Allgemein- und Viszeralchirurgie bzw. Gastroenterologie delegiert werden; in diesem Fall wird um Kontaktaufnahme über die jeweiligen Sekretariate gebeten: 

Klinik für Allgemein- und
Viszeralchirurgie
(CA Prof. Dr. E. Schippers)
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt 
Gastroenterologie / Rheumatologie
(CA Prof. Dr. W. Scheppach)
Frau Riedl 
Tel.   (0931) 393-1921
Fax   (0931) 393-1919 allgemeinchirurgie@juliusspital.de
 
Frau Fiederling
Tel.   (0931) 393-1701  
Fax   (0931) 393-1702 gastroenterologie@juliusspital.de
                                                                                                    

Die bisherigen Erfahrungen mit dem neu eingerichteten Tumorboard sind durchweg positiv. Das gemeinsame Festlegen von Behandlungsstrategien und die Rückmeldungen über Krankheitsverläufe haben auf allen Seiten viel Verständnis für die Arbeit der Kooperationspartner erzeugt. Das Tumorboard hat neben dem unbestrittenen Nutzen für die Patienten auch einen beträchtlichen Fort- und Weiterbildungscharakter. In Ergänzung des wöchentlichen Tumorboards finden vierteljährlich klinisch-pathologische Konferenzen zu besonders lehrreichen Fällen statt. Zur Erhöhung der Attraktivität für die internistischen und chirurgischen Assistenzärzte des Juliusspitals wurde das Tumorboard mit zwei Fortbildungspunkten der Bayerischen Landesärztekammer zertifiziert. Auch bei den Studenten im Praktischen Jahr erfreut sich die Veranstaltung großer Nachfrage.