Nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes wird im Jahr 2050 die Hälfte der Bevölkerung älter als 48 Jahre und ein Drittel der Bevölkerung älter als 60 Jahre sein. Aus der steigenden Lebenserwartung und der damit verbundenen Umverteilung der Lebenspyramide resultiert eine drastisch steigende Häufigkeit von Verletzungen des muskuloskelettalen Systems bei älteren Patienten. Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl der stationär behandlungsbedürftigen Unfälle im Alter in den nächsten Jahren überproportional zunehmen wird.
Schon heute stellt die operative und konservative Therapie von Unfallfolgen beim älteren Patienten einen Schwerpunkt in der Abteilung für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie dar. Der Hauptanteil entfällt hier auf hüftgelenksnahe Brüche des Oberschenkelknochens, Brüche des Oberarmknochens, auf handgelenksnahe Brüche und osteoporotische Wirbelkörperbrüche. Weiterhin ist auch mit einer deutlichen Zunahme von sog. periprothetischen Frakturen (Knochenbrüche im Bereich einer einliegenden Gelenkendoprothese) zu rechnen, die häufig eine komplizierte operative Versorgung notwendig machen und eine gute postoperative intensivmedizinische Betreuung erfordern.
Da die Stiftung Juliusspital auch über ein eigenes Seniorenheim verfügt, ist v.a. die Alterstraumatologie eine wesentliche Spezialisierung in dieser Klinik.