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Hüftendoprothetik

Neben der konventionellen und der Revisions-Hüftendoprothetik werden in der Abteilung für Orthopädie, Unfall-und Wiederherstellungschirugie des Juliusspitals Würzburg seit Anfang des Jahres 2008 Hüftendoprothesen auch minimal-invasiv implantiert. Chefarzt Prof. Dr. med. Alexander Beck hat diese Methode neu eingeführt.

Über einen kleinen vorderen minimal-invasiven Schnitt erfolgt die Implantation der totalen Hüftendoprothese. Diese Technik des sog. „AMIS-Zugangs (anterior-minimal-invasive surgery in total hip replacement) ermöglicht eine weitgehend verletzungsfreie Operation.

Der wesentliche Vorteil bei dieser Operationsmethode mit einem AMIS-Zugang ist, dass keine Muskeln durchtrennt werden müssen und somit der Heilungsprozess erheblich beschleunigt werden kann.

Weitere Vorteile sind:

  • kürzere Krankenhaus- und deutlich kürzere Rehabilitationsaufenthalte
  • kleinere Narbe
  • Verringerung von postoperativen Schmerzen
  • Verringerung des Blutverlustes
  • verringertes Risiko einer Luxation (Herausrutschen des Hüftkopfes aus der Pfanne)
  • schnellere Rückkehr in den Alltag

Die Operation wird in Rückenlage auf einem Spezialtisch (Extensionstisch) durchgeführt. Das Einsetzen der Hüftpfanne, wie auch des Hüftschaftes wird über den selben kleinen Zugang ausgeführt. Trotz des kurzen und kleinen Schnittes kann der Operateur die korrekte Positionierung der Implantate jederzeit überprüfen. Durch den Erhalt der Muskulatur und Hüftgelenkskapsel wird eine sofortige Stabilität der Hüfte ermöglicht, insbesondere verhindert dies durch den Wegfall der Schädigung des mittleren Gesäßmuskels ein Hinken.
Die Rehabilitation beginnt bereits am Tag der Operation. Üblicherweise können die Patienten bereits am Folgetag das Bett verlassen und mit Unterarmgehstützen oder einem Gehwagen mobilisiert werden.

„Wir sind sehr froh, dass Patienten im Juliusspital von diesem innovativen und modernen Operationsverfahren profitieren können“, so Chefarzt Prof. Dr. Beck. „Leider sind nicht alle Patienten vom Körperbau für dieses Operationsverfahren geeignet, so dass eine gewisse Auswahl getroffen werden muss. Denjenigen Patienten, die zu einem elektiven Einbau einer Hüftprothese bei degenerativem Verschleiß (Arthrose) ins Juliusspital kommen und dafür geeignet sind, werden wir auf jeden Fall diese Operationsmethode anbieten.“

Weitere Informationen zu diesem Thema finden sich auch im Internet unter:
http://www.hip-mis.com/ oder http://www.meine-neue-huefte.de/