Home | Impressum | deutsch | english | japanese
 

Informationen zur Beraterschulung
(Patientenverfügung
)

Initiative der bayerischen Hospiz und Palliativakademien

Angebote für Berater zum Thema Patientenverfügung und Vorsorge

Das Thema „Patientenverfügung“ wurde lange kontrovers diskutiert. Im Juni 2009 wurde nach sechsjähriger Debatte die gesetzliche Grundlage im Bundestag beschlossen. Bürgerinnen und Bürger, aber auch kranke Menschen und deren Angehörige suchen seit langem Rat und Unterstützung in Hospiz- und Palliativeinrichtungen für die Erstellung ihrer Verfügungen. Um eine angemessene und kompetente Beratungskultur zu entwickeln, förderte die Bayerische Stiftung Hospiz eine Initiative des Bayerischen Hospizverbands, Beraterschulungen an den Akademien anzubieten. Aus diesen Kursen hat sich ein Netzwerk gebildet, welches sich jährlich über die aktuellen Entwicklungen
zu dem Themenkreis austauscht. Da sich die Fragen Gesunder, die eine Verfügung erstellen möchten, deutlich von den Fragen (unheilbar) kranker Menschen unterscheiden,
bieten die Akademien abgestimmt auf den fachlichen Hintergrund der Berater spezifische Schulungen an. Eine Übersicht der Angebote finden Sie auf den folgenden Seiten:

Hospiz-Akademie Bamberg
• Patientenverfügung - Beraterschulung

Durch die Nähe zu Patienten und Angehörigen werden Hospizhelfer oft zu Ansprechpartnern, wenn es um Fragen der Patientenverfügung geht. In diesem Seminar erhalten ehrenamtliche Mitarbeiter der Hospizvereine wichtige und praxisnahe Informationen zu diesem Thema.
Zielgruppe:    als künftige Berater/innen ausgewählte Hospizvereinsmitglieder
Termin:          23.09. – 26.09.2010


Akademie für Hospizarbeit und Palliativmedizin
Nürnberg gGmbH
• Treffen für Berater zu Patientenverfügung/ Vorsorgevollmacht

Mit diesem Treffen bieten wir ehrenamtlichen Beratern aus Hospizvereinen und Fachkräften aus Medizin, Pflege und psychosozialen Arbeitsfeldern, die eine entsprechende Schulung absolviert haben, eine Möglichkeit des Austauschs und der Fortbildung. An einem Samstag im Herbst 2010 informieren Referenten aus der Medizin und dem Rechtsbereich über den jeweils neuesten Stand. Danach bieten Gesprächsgruppen ausführlich Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.
Für Rückfragen/Termin etc: Hospiz-Akademie Nürnberg gGmbH


Informationen zur Beraterschulung (Patientenverfügung)
Akademie für Palliativmedizin, Palliativpflege und Hospizarbeit, Würzburg
• Patientenverfügung im Dialog
Beraterschulung für hauptamtliche Mitarbeiter im Gesundheitswesen
Genaue Informationen siehe Nr. 15in diesem Programm (Programmkalender, 26.02.2010)


Christophorus Akademie, München
• Palliative Care für Fortgeschrittene
In der palliativen Versorgung spielt die Achtung vor dem, was Betroffene sich wünschen, eine entscheidende Rolle. Selbstbestimmung ist ein hoher medizinethischer Leitwert, welcher nicht selten in Konflikt mit dem Willen von Angehörigen oder fachlichen Diensten gerät. Sie als Ärzte, Pflegekräfte oder psychosoziale Fachkräfte beraten Patienten, Angehörige und Fachkräfte zum Umgang mit vorhandenen Patientenverfügungen. Sie unterstützen bei der Erstellung von Verfügungen in konkreten Krankheitssituationen. Sie bereiten Not- und Sterbesituationen vor, sei es im häuslichen Bereich, in stationären Pflegeeinrichtungen oder in Kliniken.
In der Beratung stellen sich viele Fragen:
• Wie ist eine schriftliche oder mündliche Patientenverfügung einzuschätzen?
• Welche Verbindlichkeit kann sie nach der neuen Gesetzeslage beanspruchen?
• Welches Gewicht hat die medizinische Indikation?
• Wie kann man Erklärungen des Patienten dokumentieren und im Betreuungsnetz verankern, so dass sie tatsächlich wirksam werden?
• Wie können Patientenverfügung und Notfallplanung kombiniert werden?
• Wie können schwierige Problemsituationen konstruktiv angegangen werden?
In dem Workshop für Fortgeschrittene sollen darüber hinaus Aspekte der Stellvertreter-Entscheidungen (rechtliche Betreuer bzw. Bevollmächtigte) und die Einbeziehung der Angehörigen behandelt werden. Wichtige Grundlage der beiden Tage bilden die je eigenen Erfahrungen, die in Fallbesprechungen aufgegriffen werden. Auf den aktuellen politischen wie rechtlichen Stand wird eingegangen.
Termin: 27.04. – 28.04.2010
Leitung: Sepp Raischl, Hans Steil, Dr. Susanne Vogel

 

Allgemeine Informationen

Zusatz-Weiterbildung  „Palliativmedizin für Ärzte


Das Kursangebot „Palliativmedizin für Ärzte“ basiert auf den Anforderungen der Zusatz-Weiterbildung „Palliativmedizin“
der Bayerischen Landesärztekammer und entspricht dem Curriculum der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP). Die Akademie ist als Weiterbildungsstätte von der Bayerischen Landesärztekammer anerkannt.

Kurs-Weiterbildung „Palliativmedizin für Ärzte“  (40 Std.)
Diese als Wochen- oder Wochenendkurs durchgeführte Veranstaltung führt Ärzte in die Grundlagen der -Palliativmedizin und Schmerztherapie ein, vermittelt Kenntnisse zur Therapie belastender Symptome und thematisiert den Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden. Er ist Voraussetzung zur Teilnahme an aufbauenden Veranstaltungen.

Palliativmedizin für Ärzte / Fallseminar Modul 1  (40 Std.)
Dieser Kurs vertieft die palliativmedizinischen Kenntnisse durch Fallarbeit unter Supervision im Kollegenkreis. Neben therapeutischen Fragen geht es um die Rolle im multiprofessionellen Team sowie um die reflektierte Auseinandersetzung mit den psychosozialen Belangen des Patienten und dessen Angehörigen.

Palliativmedizin für Ärzte / Fallseminar Modul 2  (40 Std.)
Dieser Kurs vertieft die palliativmedizinischen Kenntnisse durch Fallarbeit unter Supervision im Kollegenkreis. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Auseinandersetzung mit ethischen Fragen und Entscheidungsprozessen, mit Aspekten der Kommunikation und Wahrnehmung sowie der Umgang mit Trauer und Verlust.

Palliativmedizin für Ärzte / Fallseminar Modul 3  (40 Std.)
Kenntnisse der Palliativmedizin werden vertieft, indem komplexe Fragestellungen unter Supervision im Kollegenkreis aus dem Tätigkeitsbereich der Teilnehmer bearbeitet werden.


Die Zusatzweiterbildung besteht aus insgesamt 4 Kurs-Einheiten mit insgesamt 160 Stunden:
Die Teilnahme an der Kurs-Weiterbildung ist Voraussetzung für die nachfolgenden Module. Der Besuch von Modul 1 und Modul 2 ist flexibel möglich, d.h. es gibt keine vorgeschriebene Reihenfolge. Alle drei Veranstaltungen gelten als Voraussetzung für Modul 3.

 

 

Fallseminar Modul 3 (40 Stunden)

03. – 07. Mai 2010 (Nr. 7780
06. – 10. Dezember 2010 (Nr. 70)

 

Fallseminar Modul 1
(40 Stunden)

11. – 15. Januar 2010
(Nr. 72)

20. – 24. September 2010 (Nr. 45)

 

 Fallseminar Modul 2 (40 Stunden)

08. – 12. Februar 2010
(Nr. 75)

21. – 25. Juni 2010 (Nr. 83)
18. –  22. Oktober 2010
(Nr. 59)

 

Kurs-Weiterbildung „Palliativmedizin für Ärzte“ (40 Stunden)

Wochenendkurs: 18. – 20. März 2010 (Teil 1) und 15. – 17. April 2010 (Teil 2) (Nr. 25)
Wochenkurs:
12. – 16. Juli 2010 (Nr. 44)

 

 

 

Informationen zu den Qualifizierungskursen


„Palliative Care“ für Pflegekräfte
Der Kurs besteht aus insgesamt 160 Stunden, verteilt auf 4 Wochentermine und entspricht dem Curriculum „Palliative Care“ nach Kern, Müller, Aurnhammer. Er basiert auf den in den Rahmenvereinbarun-gen nach § 39a SGB V zur Finanzierung stationärer Hospize und ambulanter Koordinatorentätigkeit festgelegten Anforderungen an die berufliche Qualifikation von Pflegepersonal. Er kann nur als Gesamt-kurs besucht werden.

„Palliative Care“ für Mitarbeiter psychosozialer und therapeuti-scher Berufsgruppen
Der Kurs umfasst 120 Stunden, verteilt auf 3 Wochentermine und entspricht den Anforderungen gemäß § 39a SGB V für die Qualifizie-rung als Koordinationsfachkraft. Der Kurs spricht -Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Psychologen, Seelsorger und alle Mitarbeiter im Bereich Palliativmedizin und Hospizarbeit an, die nicht aus Pflegebe-rufen kommen. Der Kurs kann nur als Gesamtkurs besucht werden.

Seminar zur Führungskompetenz
Dieser Kurs umfasst 80 Stunden, verteilt auf 2 Wochentermine, und ist Teil der Qualifikation als Koordinationsfachkraft gemäß § 39a SGB V. Er wendet sich auch an Mitarbeiter im Hospiz- und Palliativ-bereich, die ihre Führungskompetenz vertiefen möchten.

Koordinatorenseminar
Dieser Kurs umfasst 40 Stunden und wendet sich an alle Mitarbeiter im Hospiz- und Palliativbereich, die eine Anerkennung als Koordinationsfachkraft gemäß § 39a SGB V erreichen wollen.


Kursangebote für Fachkräfte, die die Anerkennung als Koordinator eines ambulanten Hospizdienstes im Sinne des
§ 39a SGB V anstreben:

 

 

Seminar zur Führungskompetenz
80 Std.

siehe Nr. 39
plus

 
 

Koordinatorenseminar

40 Std.

siehe Nr. 37
plus

 

„Palliative Care
für Pflegende“

160 Std.
siehe Nr. 26 und 34

 oder

„Palliative Care
für psychosoziale Berufsgruppen“

120 Std.
siehe Nr. 20


 
 

Informationen zu Kursen


Multiprofessioneller Aufbaukurs für Fortgeschrittene in „Palliative Care“ (Nr. 65)
Die Weiterbildung umfasst 160 Stunden, verteilt auf 4 Wochentermine, und ist interdisziplinär zusammengesetzt mit Fachkräften aus Medizin und Pflege, die über eine einschlägige qualifizierte Weiterbildung in Palliativmedizin bzw. „Palliative Care“ verfügen.

Seelsorge und „Palliative Care“ (Nr. 7)
Dieses zweitägige Seminar richtet sich an Seelsorgerinnen und Seelsorger, die im Kontakt zu schwerkranken, sterbenden Menschen und deren Angehörigen stehen. Im Mittelpunkt wird die spirituelle Begleitung und Seelsorge stehen.

Basiskurs Ethikberatung (Nr. 6)
In diesem dreiteiligen Seminar (jeweils Fr und Sa) werden die Grundlagen von Ethikberatungen vermittelt. Zur Übung ethischer Beratungsgespräche stehen die Anliegen der Teilnehmenden sowie Fallgeschichten im Mittelpunkt.

Kursleitung für Seminare in der Palliativmedizin (Nr. 32)
Der Kurs umfasst 40 Stunden, verteilt auf 2 Termine (jeweils Mi-Fr), und richtet sich an Ärzte, die sich für eine Tätigkeit als Kursleiter und/oder Referent qualifizieren möchten.
Fallbesprechungsgruppe für palliativmedizinisch tätige Ärzte
Ärzte brauchen für die Palliativmedizin eine Orientierung und einen Rückhalt im kollegialen Umfeld. Die Fallbesprechungsgruppe bietet die Möglichkeit, im kollegialen Austausch unter fachlicher Leitung Probleme aus der täglichen Praxis mit Palliativpatienten zu reflektieren. Dabei sollen sowohl medizinische und ethische Fragen als auch das Patienten-Arzt-Verhältnis und der Einfluss auf die Behandlung berücksichtigt werden. Das Angebot richtet sich insbesondere an Ärzte, die in der allgemeinen oder spezialisierten Palliativversorgung tätig sind.
Termine:
jeweils Mittwoch, 19.00 – 21.00 Uhr
03. Februar, 10. März, 21. April, 16. Juni,
29. September, 08. Dezember 2010
Informationen und Anmeldung über die Palliativakademie.

Freiwillige Registrierung fürberuflich Pflegende
Veranstaltungen für Pflegekräfte werden gemäß den Vorgaben der Freiwilligen Registrierung für beruflich Pflegende bepunktet