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Darmkrebsprävention

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 70.000 Menschen an Darmkrebs, etwa 28.000 Personen sterben an den Folgen dieses Tumorleidens. Damit liegt der Darmkrebs statistisch gesehen an zweiter Stelle der häufigsten Tumorerkrankungen, in der Europäischen Union sogar auf Platz eins. Je früher ein Tumor erkannt wir, desto besser sind die Heilungschanden. Daher empfehlen sich Vorsorgeuntersuchungen.  

Goldstandard in der Diagnostik

Die komplette Koloskopie (Darmspiegelung) gilt als der Goldstandard in der Diagnostik des Darmkrebses und seiner Vorstufen. Bei unauffälliger Koloskopie genügt eine endoskopische Kontrolle nach 10 Jahren und kann auf die Durchführung des Hämokkulttests verzichtet werden. In der Hand des geübten Untersuchers ist die komplette („hohe“) Koloskopie ein risikoarmes Verfahren. Trotz dieser positiven Bilanz haftet der Koloskopie der Ruf einer belastenden Untersuchung an. Dies ist unberechtigt, da die Untersuchung durch die Gabe eines Schlaf- und Schmerzmittels ohne Unannehmlichkeiten durchzuführen und Vorsorge wichtig ist.

Gesunder Lebensstil vermindet relatives Risiko

Zahlreiche epidemiologische Studien zeigen, dass ein gesunder Lebensstil das relative Risiko sowohl kardiovaskulärer Ereignisse als auch des Darmkrebses vermindert. Gesunde Lebensweise heißt körperliche Bewegung, Vermeidung von Übergewicht, Verzicht auf Rauchen, Reduktion des Alkoholkonsums auf „moderate“ Mengen (10-20 g/d), und Verzehr einer vegetabilen Kost.


Kolonadenom (endoskopischer Aspekt) Kolonadenom nach Schlingenabtragung
Kolonadenom (endoskopischer Aspekt) Kolonadenom nach Schlingenabtragung

Die Medizinische Klinik (Gastroenterologie/Rheumatologie) des Juliusspitals fühlt sich der Arbeit der Stiftung Lebensblicke in besonderer Weise verpflichtet. Seit 2007 ist Prof. Dr. W. Scheppach Regionalbeauftragter dieser Stiftung.


  

Die Stiftung Lebensblicke (http://www.lebensblicke.de/) (gegründet 1998 unter Federführung von Prof. Riemann, Ludwigshafen) hat sich zum Ziel gesteckt, die Öffentlichkeit über die Notwendigkeit der Darmkrebsprävention zu informieren.