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Palliativ-Medizin

Die Palliativmedizin - ein Begriff für eine umfassende, aktive Behandlung von Patienten mit einer nicht heilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung - hat sich auf der Grundlage des Hospizgedankens in den letzten Jahren auch in Deutschland zunehmend entwickelt.
Das Hauptziel der palliativmedizinischen Betreuung ist die Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten und deren Familien.
Nicht mehr die Verlängerung der Lebenszeit um jeden Preis, sondern Wünsche, Ziele und Befinden des Patienten haben oberste Priorität.
Im Krankenhaus Juliusspital gibt es seit Mai 2001 im Gebäudeteil Klinikstraße/Ecke Juliuspromenade eine eigene Abteilung für Palliativmedizin. Sie umfaßt neun Betten in Einzelzimmern mit jeweils einer eigenen Naßzelle.
Den Mittelpunkt der neuen Station bildet ein großzügig eingerichtetes Wohnzimmer. Über einen separaten Aufzug besteht ein kurzer Zugangsweg zum herrlichen Spitalpark.
Das erfahrene Behandlungsteam setzt sich zusammen aus Ärzten, Schwestern, Physiotherapeuten, Seelsorgern und ehrenamtlichen Helfern.

Der Schwerpunkt der medizinischen Behandlung liegt auf der Beherrschung starker Schmerzzustände und anderer heftiger körperlicher Beschwerden (z.B. Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung).
Die Patienten werden ganzheitlich betreut, das bedeutet, daß neben den körperlichen Problemen auch auf psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse eingegangen wird.
In Zusammenarbeit mit dem Hospizverein Würzburg stellen zwei eigene Pflegekräfte (das sog. "Brückenteam") Kontakte zu den Hausärzten, den Sozialstationen und anderen weiterbetreuenden Einrichtungen her und erleichtern den Übergang in die ambulante Versorgung.