Juliusspital ist "Erzeuger des Jahres Deutschland"

Juliusspital Weißer Burgunder ist bester Deutscher Weißwein

Juliusspital dreimal Klassenbester im Berliner Weinführer

Neues Kunstwerk im Holzfasskeller des Juliusspitals

Weltbester Traminer aus dem Juliusspital 

Pflanzung der letzten Rebe in Retzstadt

Best of Gold 2005 für Juliusspital

"Goldener Fisch" für Juliusspital-Weinstuben

Königin des Weines,
Wein der Königin aus dem Juliusspital

Deutsche Weinkönigin Petra Zimmermann besucht das Juliusspital

Juliusspital BT setzt neue Maßstäbe

Juliusspital-Pirat erobert Italien

Stiftung Juliusspital erhält Staatsehrenpreis

Neue Keltertechnik im Juliusspital - Traubenfahren Aufzug

 

Juliusspital ist „Erzeuger des Jahres Deutschland“

Internationale Jury MUNDUS VINI zeichnet Würzburger Weingut aus.

Weinjournalistin Jancis Robinson nimmt Großes Gewächs in ihre Empfehlungen auf.

MUNDUS VINI darf nicht ohne Stolz von sich behaupten, der größte offiziell anerkannte Weinwettbewerb der Welt zu sein. Die Veranstalter blicken im Jahr 2006 auf eine Teilnahme von nahezu 4.500 Weinen aus 33 Ländern zurück. Ausnahmslos alle Weinbaugebiete der Welt sind hier vertreten.

Die aus 41 Ländern angereisten Juroren dürfen nach den strengen Regeln der OIV, der Organisation Internationale du Vin, nur 30 % aller angestellten Weine eine Medaille verleihen. Vier Goldmedaillen und fünf Silbermedaillen erhielt das Weingut Juliusspital Würzburg. Eine dieser Auszeichnungen ist für Kellermeister Benedikt Then eine ganz persönliche Freude. „Sein“ nach ihm benanntes Cuvée, der Juliusspital „BT“, zählt als aromareiches Cuvée der Spitzenklasse auf diesem internationalen Parkett zu den Gewinnern.

Gewonnen haben aber nicht nur einzelne Weine aus dem Hause Juliusspital. Der internationale Weinpreis MUNDUS VINI ehrt das Weingut mit dem Titel „Erzeuger des Jahres Deutschland“ für die Gesamtleistung des Betriebes.

Bereits im Jahr 2003 sorgte ein Volkacher Karthäuser Weißer Burgunder Großes Gewächs bei MUNDUS VINI für Furore, als er unter 2.852 Mitstreitern zum besten Weißwein der Welt gekürt wurde.

Die Güte der Juliusspitäler entdeckte auch die bekannteste englischsprachige Weinjournalistin und Herausgeberin des Oxford Wein Lexikons sowie zahlreicher anderer Weinbücher, Jancis Robinson. In ihrer Internet Kolumne „Wein der Woche“ nahm sie Anfang September das Silvaner Großes Gewächs vom Würzburger Stein mit den Worten auf: „Letzte Woche erschien es mir so, als produziere der historische Hersteller Stiftung Juliusspital der Stadt Würzburg die bei weitem hochwertigsten fränkischen Weine, und dieser trockene Würzburger Stein war außerordentlich.“

Seit zwei Jahren war es keinem deutschen Wein mehr gelungen, als „Wein der Woche“ von der global agierenden Weinjournalistin geehrt zu werden. Zeitgleich fand dieses Lob auch seinen Niederschlag in der Finanz- und Wirtschaftszeitung „Financial Times“. Kontakt: www.jancisrobinson.com/wineweek

 

Johannes „Joe“ Schmitt Dozent für Wein- und Genusskultur

Johannes „Joe“ Schmitt, stellvertretender Weinbergsmeister der Weinbergsgruppe Iphofen gehört zu den ersten Weindozenten für Wein- und Genusskultur die Ende März im Haus des Frankenweines aus den Händen des Bayerischen Landwirtschaftsministers Josef Miller ihre Diplome entgegen nahmen.

Die Dozenten für Wein- und Genusskultur verstehen sich als Botschafter des Frankenweins und sollen vor dem Hintergrund weiter wachsender internationaler Konkurrenz den Absatz des Frankenweins verbessern. Sie stehen deshalb künftig für gehobene Veranstaltungen rund um den Wein, wie z. B. Seminare und Gruppenbesuche im Fränkischen Weinland zur Verfügung.

Damit wecken Sie beim Verbraucher das Interesse am Frankenwein, erschließen neue Käuferschichten und verbessern somit das Image der Region bzw. der Weinbaubetriebe. Die Weindozenten haben zuvor die Ausbildung als „Gästeführer Weinerlebnis Franken“ absolviert und ihr Wissen seit mehreren Jahren unter Beweis gestellt.

Zukünftig werden die „Fränkischen Weindozenten“ für ganz spezifische Veranstaltungen wie Incentivs, Fort- und Weiterbildung außerhalb des Anbaugebietes oder im Fränkischen Weinbaugebiet zur Verfügung stehen. Mit Gläsern, modernster Medientechnik, Informationsmaterial über nahezu alle Wein- und genussbezogenen Themen rund um den Wein werden die „Fränkischen Weindozenten“ den Wein und alles was dazu gehört auf eine vollkommen neue Art und Weise vermitteln. Natürlich darf der Frankenwein dabei nicht fehlen wenn es um Vorträge über das richtige Weinglas, über die optimale Verbindung von Wein und Speisen, über neue Entwicklungen im Fränkischen Weinanbaugebiet, über Wein und Gesundheit bzw. über die Geheimnisse des Terroirs geht.

Joe Schmitt erlernte den Beruf des Winzers bei Weinbergsmeister Siegbert Geißler in der Weinbergsgruppe Stein und legte 1986 die Winzergehilfen- prüfung ab. 1992 absolvierte er die Prüfung als Weinbautechniker, und seit 1997 ist er Stellvertreter Lothar Flößers in den ca. 61 Hektar zählenden Weinbergen in Iphofen, Rödelsee, Volkach, Escherndorf und Dettelbach. Sein Wissen um den Wein und seine gute Zunge sind auch der  Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft (DLG) aufgefallen. Er ist Mitglied der Prüfungskommission der jährlich stattfindenden Bundesweinprämierung.

Weingutsleiter Horst Kolesch gehörte bei der Verleihung der Diplome durch Staatsminister Josef Miller zu den ersten Gratulanten. Die gesamte Stiftung schließt sich diesen Glückwünschen an!

 

Juliusspital Weißer Burgunder ist bester deutscher Weißwein

Bunte „Wine Award 2005“ zeichnet die besten deutschen Rot- und Weißweine aus.

Europas größtes People Magazin Bunte hat aus über 165 deutschen Weiß- und Rotweinen die besten deutschen Weine gekürt. Sieger unter den Weißweinen wurde der Weiße Burgunder 2004 Volkacher Karthäuser Großes Gewächs vom Weingut Juliusspital Würzburg. Eine hochkarätige Jury aus Deutschlands besten Sommeliers, Winzern, Önologen und Weinjournalisten unter dem Vorsitz des Bunte Weinexperten Wolfgang Ritter hat die prämierten Weine im Rahmen eines exquisiten Galadiners im Dorint/Sofitel, „Bayerpost“, München präsentiert. Gäste des Galadiners waren u. a.: Ralf Siegel und Kriemhild Jahn, Uschi Glas mit Ehemann Dieter Hermann, Michaela Merten, Christine Neubauer und Nina Ruge. Den Abend moderierte ZDF-Moderatorin Annika Debuhr.

Geladen waren auch die Winzer der 10 Finalisten der Kategorien Rot- bzw. Weißwein, ohne jedoch Genaues über die Endplatzierung ihres Weines zu wissen. Die Spannung stieg demnach bis zum Unerträglichen als gegen 23:00 Uhr die Gewinner beginnend mit Platz 10 bekannt gegeben wurden. Schließlich war es raus:  Als Sieger und als bester deutscher Weißwein stand der Volkacher Karthäuser des Juliusspitals fest. Im Blitzlichtgewitter zahlreicher Pressefotografen nahm Weingutsleiter Horst Kolesch aus den Händen des Bayerischen Staatssekretärs Hans Spitzner und Frau Erika Heim von Maurice Lacroix Urkunde und wertvolle Preise entgegen. Neben einer kunstvoll gravierten Riedel-Weinkaraffe erfreute eine besonders wertvolle Armbanduhr aus einer limitierten Sonderedition des Nobelherstellers Maurice Lacroix.

Teilnahmeberechtigt am Weinwettbewerb waren die persönlichen Weinfavoriten der 25 besten Sommelieren und Sommeliers Deutschlands.

Der mittlerweile schon zur Legende gewordene Weiße Burgunder aus dem Volkacher Karthäuser sorgte bereits mit dem Jahrgang 2002 für Furore, als er unter 2.852 angestellten Weinen aus 33 Ländern von der Weinakademie MUNDUS VINI als weltweit bester Weißwein hervorging.

Zuhause freute sich das gesamte Juliusspital-Weinteam über den jüngsten Coup, allen voran Weinbergsmeister Lothar Flößer und Oenologe Benedikt Then, die jedes Jahr mit viel Akribie und Passion den Weißen Burgunder zu Höchstleistungen antreiben. Von Weinmanufaktur pur spricht Lothar Flößer, wenn er zu Qualitätssteigerungen mit seinen Winzerinnen und Winzern seine Weinbergsanlage in Augenschein nimmt. Jede einzeln Traube muss ihre Eignung für einen neuen Siegerwein beweisen.

Kellermeister Benedikt Then freut sich indes schon auf den Nachfolger, den 2005er Weißer Burgunder, der wieder als Kandidat zum Großen Gewächs ins Rennen gehen soll. Er holt sich zur Zeit im Holzfass auf der Feinhefe die letzten Kraftreserven.

Zu erhalten ist der Wein im Weingut Juliusspital Würzburg bzw. im qualifizierten Weinfachhandel.

Im Rampenlicht der Weinszene freuen sich die Finalisten des Bunte „Wine Award 2005“

 

Juliusspital dreimal Klassenbester im Berliner Weinführer

Der Berliner Weinführer gilt mittlerweile für Feinschmecker und Weingenießer als Bibel des guten Geschmacks. Mit großer Spannung erwarten Restaurants und Fachgeschäfte die Verkostungsergebnisse der Jury, bestehend aus drei bis fünf Sommeliers, Weinhändlern und Journalisten .

Die Weine des Jahrgangs 2004 aus dem Würzburger Juliusspital belegten im Weinführer 2006 gleich dreimal den ersten Platz in ihrer jeweiligen Kategorie.

In der Kategorie „Weißburgunder“ fand die Redaktion dann auch im Vorwort eine ebenso einfache wie überzeugende Beschreibung: „Großartig wiederum der Volkacher Karthäuser vom Juliusspital aus Franken, seit Jahren eine sichere Bank.“

Zur qualitativen Speerspitze des Weingutes und zum mittlerweile schon legendären Cuvée „Juliusspital BT“ spekulierten die Tester über dessen Zusammensetzung: „Und wieder kam das Husarenstück aus Würzburg. Es ist schon enorm, was Herr Benedikt Then (BT) aus den Fässern selektiert hat. Dieser Tropfen sollte erst in zwei Jahren mit halbwegs vollem Genuss dekantiert werden. Ein kleiner Teil dürfte sogar das Barrique sein zweites Zuhause nennen. Ein absolutes Highlight für Freunde der intensiven Weinaromen.“

Und natürlich durfte der 2004 Würzburger Stein Silvaner Großes Gewächs als Bester seiner Kategorie nicht fehlen. „Man hat den Wunsch das Terroir zu erlaufen und zu sehen, was sich hinter diesem nuancenreichen Geschmack verbirgt“, sagte ein Jury-mitglied träumerisch über diesen Silvaner.

Dass die Juliusspitäler auch bei Silvaner Kabinett Spitze sind, bewies ein 2004 Iphöfer Julius-Echter-Berg Silvaner Kabinett, der mit 18 Punkten nur knapp den Titelgewinn verpasste. Die Juliusspitäler trösten sich mit seiner Weinbeschreibung. „Wie ein durchtrainierter Zehnkämpfer – nahezu perfekt in allen Disziplinen“ und mit der Beschreibung: „Dieser Silvaner ist so großartig wie sein Preis-Genuss-Verhältnis.“

Das haben offensichtlich auch die anderen Kunden des Weingutes schon erkannt. Schließlich sind im Würzburger Traditionsweingut mit stattlichen 43 % Silvaneranteil bereits alle Silvaner Qualitätsweine und Kabinettweine des Jahrgangs 2004 restlos ausverkauft. Dazu Weingutsleiter Horst Kolesch „Unsere Kunden scharren schon ungeduldig mit den Hufen, wenn wir sie auf die anstehenden Füllungen des 2005ers vertrösten müssen.“

Die Degustation zum Berliner Weinführer 2006 fand in der Zeit vom 06. Oktober bis 11. November 2005 statt. Dafür wurden von Weinhändlern, Agenturen, Importeuren und Weingütern insgesamt 1454 Weine aus der gesamten Weinwelt eingereicht, die in den verschiedensten Kategorien beurteilt wurden. Für die unabhängigen Degus-tatoren zählte ausschließlich die Qualität des Weines, schließlich haben die Verant-wortlichen mit verdeckten Proben jede Einflussmöglichkeit ausgeschaltet. Die an jedem Verkostungstag unterschiedlich zusammengesetzten Jury-Teams bewerteten nach dem anerkannten 20-Punkte-System.

 

Neues Kunstwerk im Holzfasskeller des Juliuspitals

Am Donnerstag, den 29.9.2005, erlebte der Holzfasskeller des Würzburger Juliusspitals einen weiteren Höhepunkt seiner langen Historie. Seit über einem Jahrhundert ist es gute Tradition, besondere Ereignisse in der Geschichte der Stiftung durch das Schnitzen eines Fassbodens zu unterstreichen, darzustellen und für die Zukunft festzuhalten.

Nun war es wieder einmal so weit: das 425-jährige Weihjubiläum der Pfarrkirche und die Inbetriebnahme des dritten Bauabschnitts der Krankenhaussanierung waren Anlass genug, ein neues Kunstwerk in Auftrag zu geben. Nach mehr als zwei Monaten Arbeitszeit konnte der Bergtheimer Künstler Tilmar Hornung das 1300 kg schwere Fass sichtlich erleichtert an das Weingut übergeben, fiel ihm doch eine große – wenn auch angenehme – Last von den Schultern. Stolz präsentierte er sein Werk den zahlreich erschienenen Pressevertretern, die zuvor von Oberpflegamtsdirektor Rainer Freiherr von Andrian-Werburg und Weingutsleiter Horst Kolesch über die Geschichte der kunstvoll verzierten Fässer im Keller informiert wurden.

In die Gesamtgestaltung des Fassbodens ist die Verquickung zwischen Kirche und Politik in der damaligen Zeit mit eingeflossen. Daraus entwickelt sich die Darstellung eines Weinstocks, der zuerst den Bischofsstab umwindet und dann selbst zum Krümmer wird. Er umschließt die Architektur der heutigen Spitalkirche. Die Spitze des Krümmers geht am Ende auf wie ein neuer Trieb als Hinweis auf das weitere Wachstum der Stiftung. Unter dem Wappen von J. Echter befindet sich die Darstellung der ersten Spitalkirche aus dem Jahr1580. Um einen Hinweis auf die damaligen schweren Zeiten des Umbruchs der Gegenreformation zu geben, schweben über der Kirche dicke Wolken. Auf der linken Seite zeigt das Relief eine brennende Kirche als Hinweis auf die Zerstörung des Julius-Spitals 1945. Im Wurzelbereich des Weinstocks befinden sich grafisch gearbeitete Umrisse von Versteinerungen und Schichtungen im Muschelkalk. Sie geben einen kleinen Einblick in die Bodenbeschaffenheit des Umkreises. Die Fassriegel erinnern an weitere Einkommensquellen der Spitalstiftung. Links ein Ährenbündel aus verschiedenen Sorten, rechts Eichen- und Buchenblätter, die den großen Waldbesitz der Stiftung symbolisieren.

So hat der Fassboden eine erzählende Wirkung auf den Besucher und regt zum Betrachten an.

Das neueste Exponat befindet sich somit in bester Gesellschaft, reicht die Geschichte der verzierten Fässer doch bis ins 19. Jahrhundert zurück. Vom 1882 geschaffenen Jubiläumsfass zur 300-Jahrfeier der von Julius Echter wiedergegründeten Universität  über die „Würzburger Prunkfässer“, die bereits im Jahr 1900 als Ausstellungsstücke zur Weltausstellung nach St. Louis verschifft wurden, bis hin zu den Fässern der jüngsten Vergangenheit, die anlässlich der Generalsanierung des Krankenhauses in Auftrag gegeben wurden, gewähren alle Fässer Einblicke in die Epochen fränkischer Kunst und Lebensart.

Es ist bemerkenswert, dass trotz ihres teilweise hohen Alters fast alle der insgesamt 220 Holzfässer noch im aktiven Betrieb sind. Obwohl der historische Holzfasskeller jährlich von bis zu 20.000 Besuchern bestaunt wird, ist es ein zentrales Anliegen des Weinguts, die Fahne des Produktionskellers hochzuhalten und seinen lieb gewonnenen Charakter zu wahren. So wird auch das neue Fass schon bald befüllt werden – standesgemäß mit einem 2005er Silvaner der Paradelage Würzburger Stein.

 

Weltbester Traminer aus dem Juliusspital

1. Preis beim 5. Intern. Gewürztraminersymposion für Abtsleite 2003

Tramin/Südtirol: Gewürztraminerweine stellen in der Weinwelt eine Besonderheit dar. Es gibt kaum eine andere Rebsorte, die sich in Duft und Geschmack so unverkennbar zeigt. Fachleute stellen Vergleiche mit Rosenholz, Heckenröschen, aber auch mit Orangenblüten und Vanille her. Das Attribut „Gewürz“ als Namensbestandteil des Gewürztraminers ist daher in Richtung als besonders reichhaltig in Duft zu deuten.

Die Weinbaugemeinde „Tramin“ in Südtirol ist Namensgeber dieser sehr alten Rebsorte. Vom 14. bis 16. Juli war das 5. Internationale Gewürztraminersymposion wiederum das Mekka der Weinliebhaber und Fachleute, um die verschiedenen Facetten dieser außergewöhnlichen Sorte mit allen Sinnen zu erfassen. Allein die für den Traminerwettbewerb angestellten 300 Weine aus aller Herren Länder angefangen bei Südtirol über Frankreich, Österreich, bis nach Chile, Neuseeland oder Kalifornien waren ein besonderer Anziehungspunkt. Zahlreiche Eigentümer und Vertreter der Erzeugerbetriebe waren persönlich und teilweise weit angereist.

In nur vier Kategorien, „2003 trocken“, „2004 trocken“, „halbtrocken“ und „edelsüß“ eingestuft, mussten die feinen Tropfen ins Rennen für den begehrten Titel des weltbesten Traminers. Jeweils 8 bis 12 Weine erreichten schließlich das Finale und durften sich bei der Weinmesse den interessierten Weinliebhabern und den kritischen Winzern Südtirols stellen.

„Tre vini, tre finalisti – grande complimento!“ hieß es währenddessen am Stand des Juliusspitals. Alle drei angestellten Weine hatten das Finale erreicht. In der Kategorie 2003 trocken und 2004 trocken sowie halbtrocken standen zweimal die Würzburger Abtsleite und einmal die Paradelage Würzburger Stein den zahlenmäßig weit überlegenen Südtiroler Weinen gegenüber. Weingutsleiter Horst Kolesch: „Südtirol bestimmt weltweit den önologischen Stil und den Geschmackstyp des Traminers bzw. Gewürztraminers. Um sich hier in der Höhle des Löwen zu präsentieren braucht man Selbstbewusstsein und viel Vertrauen in seine Weine!“

Spannungsgeladen dann auch die Stimmung am Abend bei der Preisverleihung. Keiner der Anwesenden konnte das Ergebnis auch nur erahnen. Selbst die Jurymitglieder kannten nur ihre eigenen Bewertungen und keinesfalls das Gesamtergebnis.

Endlich dann die Kategorie „2003 trocken“. „Und der Gewinner ist......... Weingut Juliusspital Würzburg mit Würzburger Abtsleite Traminer Spätlese trocken“. Dieser Wein hatte bereits im Mai 2005 die Trophäe „Best of Gold“ der besten Weine Frankens ins Juliusspital geholt.

Viele internationale Wein-Journalisten nahmen auch sofort Kontakt mit den Repräsentanten auf. Horst Kolesch vom Juliusspital: „Der aromatische Traminer besetzt z. Zt. zwar nur eine kleine Nische am internationalen Weinmarkt. Das könnte sich aber mit der aufstrebenden asiatischen Gerichten und ihren exotischen Aromen sehr schnell ändern. Dazu passt Traminer hervorragend. Mit diesem weltweiten Wettbewerb haben wir bewiesen, dass Franken auch hier zur Weinelite gehört.“

Der Wein ist an allen Verkaufsstellen des Weingutes käuflich zu erwerben.

21. Juli 2005

 

Pflanzung der letzten Rebe in Retzstadt,   Juliusspital schlägt neues Weinbaukapitel in Retzstadt auf

Fränkische Weinkönigin Eva Steindorf  und Weinbaupräsident Andreas Oestemer pflanzen die letzte Rebe

„Die Weinberge hier in Retzstadt zeigen das Vertrauen des Juliusspitals in sein Weingut und die Zuversicht, dass die fränkische Weinwirtschaft eine gute Zukunft vor sich hat“, so der Oberpflegamtsdirektor der Stiftung, Rainer Frhr. von Andrian-Werburg zur Pflanzung der letzten Rebe in der vier Hektar großen, neuen Rebanlage des Juliusspitals am Oberhang des Retzstadter Altenbergs. Sein anschließender Stoßseufzer zeigte die Erleichterung darüber, dass ein fast drei Jahrzehnte währenden Traum des Juliusspitals nun endlich Wirklichkeit wurde.

Bei der Pflanzung der letzten Rebe durch die amtierende Fränkische Weinkönigin Eva Steindorf assistierten auch Weinbaupräsident Andreas Oestemer, der stellvertretende Landrat des Landkreises Mainspessart Roland Metz, Präsident Rolf Richter von der Direktion für ländliche Entwicklung sowie die Retzstadter Weinprinzessin Arabeka Keller und der erste Bürgermeister der Weinbaugemeinde Retzstadt.

Bereits im Frühjahr 1977 kaufte die Stiftung Flächen, um damit die Weinbergsver-luste, z. B. durch Straßenbau in Würzburg ausgleichen zu können. Schon damals bestätigte ein geländeklimatologisches Gutachten der agrarmeteorologischen Beratungsstelle den Retzstadter Rebflächen „eine gute bis sehr gute Weinbaufähigkeit“.

1979 wurde das Flurbereinigungsverfahren angeordnet. Doch es sollte zunächst anders kommen: Zahlreiche andere Weinbergsbereinigungen, ein sog. Anbaustopp der europäischen Gemeinschaft, Geldknappheit im Flurbereinigungshaushalt und langwierige Abstimmungen mit dem örtlichen und behördlichen Naturschutz verzögerten den Beginn der Maßnahme

Aus Loyalität zum angeordneten Flurbereinigungsverfahren Retzstadt III und den Retzstadter Winzern verzichtete die Stiftung auf die Anpflanzung der Reben zwischen den beiden Baustopps in den Jahren 1980 bis 1984. Zwei Eingaben an den Bayerischen Landtag und ein Besuch des Petitionsausschusses brachten schließlich neuen Schwung in das Flurbereinigungsverfahren. Vorher musste die Stiftung aber noch Ausgleichsflächen an die Teilnehmergemeinschaft abtreten. Während die Retzstadter Winzer das Flurbereinigungsverfahren Retzstadt III mit der Pflanzung der letzten Rebe im Jahre 2002 abschließen konnten, musste das Weingut Juliusspital Würzburg weiterhin mühsam Wiederanpflanzungskontingente sammeln und zusammen mit den EU-Neuanpflanzungskontingenten der Jahre 2002/2003 die Rebanlage am Oberhang abschließen.

„Das Werk kann sich wahrlich sehen lassen!“, so Weingutsleiter Horst Kolesch in seiner Beschreibung der „schier unendlichen Geschichte“ und in der Charakterisierung der neuen Weinbergsanlage. Insgesamt stehen 2 ha Scheurebe und 2 ha Sauvignon Blanc des Juliusspitals am Altenberg.

Die ca. 1750 m langen Wege erschließen ohne schädliche Eingriffe in eine äußerst harmonische Landschaft die Rebanlage. Das harmonische Wegenetz ergänzt vortrefflich die sympathischen, landschaftsgestaltenden Elemente, wie z. B. Feldgehölzstreifen, Hecken, Schnittholzriegel, Steinriegel oder den geschlossenen, stabilen Waldsaum zum Schutz der Weinberge vor einfließender Kaltluft. Sogar ein alter Kirschbaum blieb auf ausdrückliche Anweisung des Weingutsleiters als landschaftsprägendes Element bestehen. Die Rebzeilen verlaufen jetzt im großzügigen Abstand um ihn herum. Weitere Pflanzungen an den Weinbergsrändern und Wegrainen werden in den nächsten Jahren die Retzstadter Weinbergsfluren mit vielen ökologischen Details verschönern.

Kolesch schlug in seinen Ausführungen einen Bogen von der Weinerlebnislandschaft, wo sich der Weinkunde mit dem Weinberg und mit der Weinproduktion identifizieren soll über moderne Weinstile bis hin zu neuen Produkten für neue Märkte. Die von Bernhard Weißensee schon als sortentypisch, kernig und unkompliziert beschriebenen Retzstadter Weincharaktere tragen dazu bei, junge und jung gebliebene Weinverbraucher anzusprechen.

Modern vinifizierte Scheurebenweine aus Retzstadt und der duftige aromatische Sauvignon Blanc, eine der bedeutendsten Weißweinrebsorten der Welt sollen nicht nur auf den Tafeln vornehmer Häuser landen, sondern auch beim Picknick auf der Wiese, auf After-Work-Parties, in den Bars oder auf sonstigen Happenings die Stimmung anheizen.

„Die ganze Welt trinkt Sauvignon Blanc“, so Kolesch in seiner Vorschau auf künftige Weinmärkte und künftige Weintrinker.

Mit neuen Produkten hat das Juliusspital in den vergangenen Jahren hervorragende Umsatzzahlen geschrieben und sieht weit mehr als nur einen Silberstreif am Horizont. Schließlich habe man im Weingut Juliusspital in den vergangenen vier Jahren ca. 4,5 Hektar Weinberge in Randersacker und mehr als 2 Hektar in Würzburg gekauft. Mit neuen Absatzkonzepten, neuen Produkten und immer wieder mit Qualität und Auszeichnungen wird das Weingut Juliusspital von 71 ha Ertragsrebfläche Anfang der 70er Jahre zusammen mit den Retzstadter Weinbergen auf 130 ha Ertragsrebfläche im Jahre 2007 anwachsen.

Oberpflegamtsdirektor Frhr. von Andrian-Werburg appellierte an die Mitarbeiter des Weingutes, ständig daran zu denken, dass Wachstum der Rebflächen und der Weinerzeugung nicht Selbstzweck des Weingutes sind, sondern zur Erfüllung der vielfältigen sozialen Aufgaben der Stiftung dienen: „Mit jeder Flasche, mit jedem Schluck ein gutes Werk!“ Stiftungspfarrer Bernhard Stühler segnete im Anschluss an die Pflanzung der letzten Rebe die Anlage am Retzstadter Altenberg, mit der die Stiftung Juliusspital Würzburg ein neues Kapitel in ihrer Weinbaugeschichte aufschlägt.

 

Best of Gold” 2005 für Juliusspital

Abtsleite Traminer der beste Wein seiner Kategorie

Die besten Weine Frankens wurden am 10. Mai in der Landeshauptstadt München gekürt. Für die Siegerehrung im Weinwettbewerb „Best of Gold“ hatte sich der Fränkische Weinbauverband etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Im eleganten BUGA-Festzelt führten die ehemalige deutsche und fränkische Weinkönigin Nicole Then und der bekannte Rundfunkmoderator Axel Robert Müller (Bayern 3) unterhaltsam durch das Veranstaltungsprogramm. Als Paten für die Preisverleihung traten neben Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller auch die Musiker der legendären Rockgruppe „Uriah Heep“ auf. Diese bekennen sich schon seit vielen Jahren zu Franken und seinen Weinen. Was liegt also näher als Spitzenwinzer und Spitzenweine mit Spitzenmusik zu belohnen? Von den 400 restlos begeisterten Gästen wurden die erfolgreichen Winzer und Musiker gleichermaßen gefeiert.

Der Weinwettbewerb „Best of Gold“, der im Vorjahr zum ersten Mal durchgeführt worden ist, soll „die Besten der Besten“ ehren, so Initiator und Prämierungsbevollmächtigter der fränkischen Weinprämierung Hermann Mengler. Hier gibt es frankenweit nur 10 Siegerweine. „Allgemeine Medaillen sind für den Verbraucher wichtige Entscheidungshilfen. „Best of Gold“ ist jedoch noch ein Schritt mehr. Die ersten werden wirklich bei jedermann in Erinnerung bleiben“, erklärt Hermann Mengler.

Für den Wettbewerb können sich alle Frankenweine qualifizieren, die zuvor bei der fränkischen Weinprämierung eine Goldmedaille errungen haben. Außerdem ist es aber auch möglich über eine Weinempfehlung durch Sommeliers, Journalisten, Winzer und Weinfreunde in die Auswahl zu gelangen.

Die angestellten Weine werden in vier Hauptkategorien eingeordnet. Rotwein, Kabinettweine, trockene Spitzenweine und edelsüße Weine. Zusätzlich erfolgt bei den Weißweinen jeweils eine Unterteilung in neutrale, fruchtige und aromabetonte Rebsorten, so dass es letztlich 10 Siegerweine gibt. Eine renommierte Jury aus Weinsachverständigen und Vertretern des Weinhandels, der Presse, der Gastronomie und der Önologen bewerteten die 167 angestellten Weine.

Der Preis ist etwas ganz Außergewöhnliches, denn ein Ceratit nodosus schmückt die Siegertrophäe. Dieser Ammonit, eine Art Schnecke mit Tentakeln und Fühlern, ist eine Versteinerung, die vor ca. 225 Millionen Jahren entstanden ist. Er kam nur im Germanischen Becken vor und wäre fast einmal Deutschlands Wappentier geworden. „Der Ceratit“, so Frankens Weinkönigin Eva Steindorf, „soll die Verbindung darstellen zwischen der Entstehung der Gesteinsschichten, dem Terroir und den Weinen, die heute auf diesen Böden wachsen.  Wie die Siegerweine verkörpert der Ceratit nodosus Einmaligkeit, Unverwechselbarkeit und Besonderheit“.

Zweimal fand bisher die Preisverleihung statt. Im letzten Jahr stellte das Weingut Juliusspital mit einem 2002 Iphöfer Julius-Echter-Berg Riesling Spätlese Großes Gewächs den Siegerwein in der Kategorie trockene Spitzenweine „fruchtig“. Heuer überzeugte die 2003 Würzburger Abtsleite Traminer Spätlese trocken in der Kategorie trockene Spitzenweine „aromatisch“.

Zusammen mit dem Weingutsleiter Horst Kolesch nahmen Weinbergsmeister Josef Schmitt aus der Gruppe Randersacker und Kellermeister Benedikt Then die begehrte Siegertrophäe aus den Händen von Landwirtschaftsminister Josef Miller entgegen.

Seit mehreren Rebgenerationen baut das Juliusspital in der Würzburger Abtsleite Traminer an. So konnte man Traminerart und Traminerqualität an diesem Standort schon sehr lange beobachten. Schon bei der Anlage des Weinbergs am Hangfuß wurde daher ein schwach tragender Rebklon, früher besser bekannt als Gewürztraminer, ausgewählt. Die lauschige Lage mit nicht zu hohen Temperaturen, aber mit leicht erwärmbaren und tiefgründigen Böden bietet optimale Voraussetzung für einen Traminer von hervorragender Frucht- und Aromaausprägung.

Auch der Superweinjahrgang 2003 trug bei zum vollreifen und kerngesunden Lesegut mit 106° Oechsle. Alles, was der Weingenießer heute in dem Wein findet, war damals schon aus der Beere herauszuschmecken: In der Nase findet sich so ein spielerischer Duft von feinsten Heckenröschen und Veilchen, kräftige Bittermandelaromen umspielen den opulenten, cremigen Weinkörper bis zur multidimensionalen Sinnenfreude.

Natürlich passt dieser perfekte Wein zu Tomate mit Mozarella und Ziegenkäse, aber genauso gut zu Lebkuchengerichten, Marzipangerichten,  Zitronengras-gerichten  - aber natürlich Blauschimmelkäse und Münsterkäse ohnehin.

Na? - Lust auf Wein bekommen? Noch (!) ist der Klassenprimus im Weingut und im Weineck Julius Echter für € 18,56 zu haben. Im Weineck Julius Echter kann man in den nächsten Wochen auch noch die begehrte Siegertrophäe des Ceratit nodosus bestaunen. Ein prächtiger Kerl!

Wir gratulieren Herrn Weinbergsmeister Josef Schmitt und der Gruppe Randersacker sowie Herrn Kellermeister Then mit seinem Kellerteam zu diesem tollen Erfolg.

 

„GOLDENER FISCH“ für Juliusspital-Weinstuben 

Aus den Händen von Bezirkstagsvizepräsident Peter Heusinger erhielt am 23. Februar das Wirtepaar Edith und Frank Kulinna aus den Juliusspital Weinstuben den „GOLDENEN FISCH“. Diese seltene Auszeichnung geht an Gaststätten, die sich in hervorragender Weise um die Zubereitung von Süßwasserfischen, vornehmlich aus der heimischen Region verdient machen.

Der Bezirk Unterfranken verleiht diesen Preis in Zusammenarbeit mit dem Hotel- und Gaststättenverband und der Teichgenossenschaft Unterfranken. Gastronomische Betriebe, wie die Juliusspital Weinstuben, die in ihren Küchen frische regionale Fischprodukte verarbeiten und über einen langen Zeitraum beständig anbieten, machen sich dabei um die unterfränkische Teichwirtschaft und im gleichen Maße um die gastronomische Kultur verdient.

Der „GOLDENE FISCH“ ist daher ein begehrter Preis, da er vor allem für Qualität, Vielfalt der Fischgerichte und nicht zuletzt Kontinuität der Fischgerichte in den Speisekarten steht. Unterfränkische Teichgenossenschaft, Hotel- und Gaststättenverband sowie der Bezirk vergeben den Preis sehr restriktiv. Die Juliusspital-Weinstuben sind erst der 18. Betrieb in fünf Jahren in Unterfranken, die diese Auszeichnung erhalten hat.

Bei Frank Kulinna treffen sich Leidenschaft und Beruf. Als passionierter Angler und Hochseefischer kennt er sich hervorragend in der Fischwelt aus. Gleichzeitig nutzt er  in der Küche der Weinstuben Juliusspital seine Erfahrungen aus vielen Ländern in köstliche und vielfältige Fischgerichte umzusetzten. Seine Frau Edith wacht indessen darüber, dass der Gast zu den herrlichen Fischgerichten den passenden Wein, einen optimalen Service und in den Weinstuben eine gepflegte Atmosphäre genießen kann.

Mit zwei Rieslingen aus dem Stiftungsweingut reihen sich Oberpflegamtsdirektor Rainer Frhr. von Andrian-Werburg, Pfarrer Bernd Stühler und Weingutsleiter Horst Kolesch in die Schar zahlreicher Gratulanten ein. Edith und Frank Kulinna bedanken sich mit einem köstlichen Main-fränkischen Fischmenü, das bei den Vertretern der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens keine Wünsche mehr offen ließ.

Wir gratulieren unserem Wirtepaar Edith und Frank Kulinna zu dieser tollen Auszeichnung!

 

#Königin des Weines,
Wein der Königin aus dem Juliusspital

Riesling aus dem Weingut Juliusspital Würzburg begleitet die Speisenfolge der Queen beim Staatsdinner in Berlin

Anlässlich des 4. Staatsbesuchs von Queen Elisabeth II findet (heute) am Dienstag, 02. November 2004 in Berlin ein Staatsbankett statt, zu dem ein Wein aus Würzburg gereicht wird.

Das Weingut Juliusspital liefert zum Essen eine trockene Riesling Spätlese Jahrgang 2002 aus seinem Hausberg in Iphofen, dem Iphöfer Julius-Echter-Berg.

Weingutsleiter Horst Kolesch berichtet von einer Anfrage vor wenigen Wochen aus dem Bundespräsidialamt. Demnach ließ Bundespräsident Horst Köhler erkunden, ob das VDP-Weingut wohl einen passenden Wein für die Queen zu einem Menü anlässlich des Empfangs in Berlin hätte.

Sogleich haben sich die Weinmacher an einen ganz tollen Wein erinnert, nämlich den Krönungswein der Queen im Jahre 1953. Damals lieferte das Weingut Juliusspital Würzburg ebenfalls einen Riesling von der Weinlage Iphöfer Julius-Echter-Berg, Jahrgang 1950. Ein Londoner Weinhändler hatte seinerzeit den Kontakt zum Königshaus hergestellt.

Fünfzig Jahre später, im Jahre 2003, überreichten die Juliusspitäler über den damaligen englischen Botschafter Sir Paul Liever die "number one" einer limitierten Neuauflage des Krönungsweins aus dem Jahr 2000, also dem 50. Nachfolger des Weines auf der Krönungstafel am englischen Hof.

Auch der Dritte im Bunde, die Riesling Spätlese trocken aus dem Julius Echter Berg, Jahrgang 2002 profitiert von denselben Vorzügen wie das Original und sein Remake. Dazu Horst Kolesch: "Es ist ein betörender Duft von Pfirsich, von Aprikose mit einem Hauch von Minze der den Wein umgibt. Die Aromen sind eingebunden in einen cremigen Weingeschmack mit viel Mineralität mit einer großen Länge und einer wunderbaren Balance zwischen stahliger Säure und dezenter Restsüße".

Ein feiner Tropfen also für das englische Staatsoberhaupt und ihr Gefolge. Immerhin war dieser Wein bereits im Mai dieses Jahres Siegerwein beim Weinwettbewerb "Best of Gold" des Fränkischen Weinbauverbandes.

Für die Weinlieferungen an das britische Königshaus griff das Stiftungsweingut daher nur auf das Beste zurück, schließlich hat man einen guten Ruf zu verteidigen. Dazu Horst Kolesch: Wir bezeichnen uns aufgrund der Serie dieser Weine - immer aus der Lage "Julius-Echter-Berg" – schon als königlicher Hoflieferant, und wenn man weiß, dass die Queen nur das Beste genießt, dann ehrt uns dies ganz besonders.

 

 

#Deutsche Weinkönigin Petra Zimmermann besucht das Juliusspital

Am 08. Oktober 2004 setzte sich Petra Zimmermann als jüngste Kandidatin bei der Wahl zur 56. Deutschen Weinkönigin in Neustadt an der Weinstraße gegen ihre 12 Mitbewerberinnen durch. Seit ihrem Amtsantritt bereist sie nun die deutschen Weinbaugebiete und traf Mitte Februar zu einer dreitägigen Stippvisite in Franken ein. Unter dem Motto „Weinland Franken – jung und traditionell“ konnte die Winzertochter von der Obermosel Einblicke in traditionsreiche Weingüter und ihre innovativen Projekte gewinnen. Natürlich durfte dabei das Juliusspital nicht fehlen.

Bei der Ankunft der Deutschen Weinkönigin Petra Zimmermann (20) in Würzburg präsentierte sich das Frankenland von seiner „Schokoladenseite“. Hellblauer Himmel, strahlender Sonnenschein und ein prickelnder Echter Secco PINK stimmten die Winzertochter aus Temmels nahe der luxemburgischen Grenze auf ihrem rund zweistündigen Besuch im Weingut Juliusspital ein.

Nach einer kurzen Begrüßung in der Zehntscheune durch Oberpflegamtsdirektor Frhr. von Andrian-Werburg und Weingutsleiter Horst Kolesch ging es in Begleitung ihrer fränkischen Amtskollegin Lisa Schmitt gleich richtig zur Sache. So konnte sie erfahren, dass es sich beim Juliusspital um ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit humanitärem Auftrag handelt, zu dem neben Krankenhaus, Seniorenstift, Palliativakademie, Kranken- und Altenpflegeschule sowie Land- und Forstwirtschaft das 168 ha große Weingut gehört. Mit ihren Fragen zum aktuellen Stiftungsauftrag und zum Beitrag des Weingutes bewies Frau Zimmermann, dass sie nicht nur in Weinfachfragen eine charmante und auch sehr kompetente Repräsentantin des deutschen Weinbaus ist. Auf reges Interesse der fränkischen und der deutschen Weinhoheiten stießen daher im anschließenden Rundgang die attraktiven Weinstuben, die gewaltigen Renovierungsleistungen der Stiftung auf dem historischen Stiftungshauptgelände, das attraktive Weinsortiment im Weineck Julius Echter und natürlich der Besuch des historischen Holzfasskellers sowie das Dienstleistungsangebot im Tagungszentrum " Tagen und Feiern im Weingut Juliusspital" in Zehntscheune und Gartenpavillon. Mit Bild und Text verewigten sich fränkische und deutsche Weinköniginnen im Gästebuch der Stiftung.

Voll gepackt mit Informationen und beeindruckt von der Gesamtaufgabe der Stiftung und dem Qualitätsniveau ihrer Weine versprach die Deutsche Weinkönigin bereits bei ihrer Abreise, bald wieder nach Würzburg zu kommen. Erstaunt war Petra Zimmermann schließlich über die günstigen Schoppenpreise in den Weinstuben und im Weineck. Der Oberpflegamtsdirektor und der Weingutsleiter spitzten die Ohren - und gelobten Besserung!

 v. links Weinbaupräsident Andreas Oestemer, Fränkische Weinkönigin Lisa Schmitt, Weingutsleiter Horst Kolesch, Deutsche  Weinkönigin Petra Zimmermann u. Oberpflegamtsdirektor Rainer Frhr. von Andrian-Werburg                                                                                                        

 

 

#Juliusspital BT setzt neue Maßstäbe

Innovation, Kreativität und Freiheit standen Pate als Benedikt Then im VDP-Weingut Juliusspital Würzburg einen ganz neuen Wein aus der Taufe hob. Eine neue, zusätzliche Qualitätsspitze mit neuen Maßstäben führt jetzt die bewährte Qualitätspyramide der Weine aus insgesamt 168 ha an.

Der Spitzenjahrgang 2003 kam wie gerufen, und 8 Große Gewächse nach den strengen Richtlinien der Vereinigung Prädikatsweingüter, der deutschen Weinelite, waren ohnehin schon im Fass, als die Idee in Kellermeister Benedikt Then für einen noch nie da gewesenen Wein heranreifte.

Ein Cuvée, eine Assemblage, eine Komposition von Weinen aus den besten Traubenpartien des Jahrgangs im gesamten Juliusspital, dem zweitgrößten Weingut Deutschlands war der ideale Ansatzpunkt, um nach dem Vorbild Burgunds, ein großen internationalen Wein zu kreieren, der die einzelnen Vorzüge der Spitzenlagen des Juliusspitals und damit Frankens in sich vereint. Die hochreifen Traubenpartien verschiedener Rebsorten aus den besten Lagen wie z.B. Würzburger Stein, Randersackerer Pfülben, Iphöfer Julius Echter-Berg oder Escherndorfer Lump vor Augen, entfachten in Kellermeister Benedikt Then die Leidenschaft und Experimentierfreude en détail.

Keine Einschränkungen, keine Tabus und auch keine Verpflichtung zur jährlichen Fortsetzung hat er sich bei Weingutsleitung und Stiftungsleitung hierfür ausbedungen. Nur wenn Ausgangsprodukte und die finale Weinqualität auch tatsächlich das halten sollten, was Benedikt Then vor Augen hatte, sollte er tatsächlich in die Flasche kommen. Was der erfahrene Oenologe anfänglich unter der Bezeichnung "Cuvée T" wie "Top" und unter dem Ausschluss aller anderen gedanklich fasste und was schließlich tatsächlich in den Holzfässern heranwuchs, wurde schon bald zum Spekulationsobjekt für seine Kollegen und Vorgesetzten.

Doch der Mitfünfziger, der stets auch ein Auge auf die Weinberge seiner Winzerkollegen im Spital wirft, wollte bei der Bearbeitung keine Beobachter um sich haben, zog sich vielmehr in der Nacht und am Wochenende zurück und experimentierte, sinnierte, verkostete und verwarf schließlich nicht wenige seiner anfänglichen Hoffnungsträger.

Es musste mehr sein als ein Montrachet oder ein Corton Charlemagne. Es sollte bei aller Kraft und Mineralität auch noch Frucht und eine sublime Exotik mit dem Appeal der neuen Weinwelt der südlichen Halbkugel zeigen. Natürlich kann es so etwas nur in streng begrenzter Stückzahl geben, auch wenn der Superjahrgang 2003 mit seinen Pfunden zum Wuchern geradezu einlud.

Klar, dass soviel Geheimnistuerei Beobachter des Kellermeisters zu Sticheleien und Neugierde reizten. Aber Benedikt Then verweigerte jegliche Details über das, was er nur hin und wieder und in spärlichen Mengen zu verkosten gab. Lästige Fragen schob er unwirsch zur Seite und hörte sich schlicht die Weinbeschreibungen und Spekulationen an, ohne darauf näher einzugehen.

Lediglich bei der Namensgebung und Flaschengestaltung suchte er die Unterstützung seiner Kollegen im Vertrieb. "Cuvée Top", GP für Global Player, "Best of Top" oder Liberty – Freiheit – waren Weingutsleiter Horst Kolesch und dem Oberpflegamt der Stiftung dann doch zu "englisch". Vielmehr entschieden sie sich für den Namen "Juliusspital BT"; "BT" wie "Beste Trauben," oder eben ganz einfach Benedikt Then! Eine Flasche "BT" inspirierte schließlich die Suche nach einem neuen Produktnamen.

Das in blau gehaltene Flaschenetikett und die Kapsel reduzieren sich auf das Wesentliche: "2003 Juliusspital BT" und darunter lediglich ein Textauszug aus der handschriftlichen Stiftungsurkunde des Juliusspitals aus dem Jahr 1579. Alle sonstigen Angaben stehen auf dem Rückenetikett.

Ganze 29 € kostet die schwere 0,75 Liter Burgunderflasche im Weingut Juliusspital. "BT" steht für "besonders teuer" möchte man meinen, aber international gesehen ist dieser außergewöhnliche Wein mit seiner unendlichen Fülle, Dichte und dem Aromenspiel von Vanille, Mango, Blutorange und Rosenmuskateller immer noch ein Schnäppchen und es bleibt nur noch ein Gedanke: "BT" ist gleich "Bester Tropfen" des Juliusspitals.

 

#Juliusspital-Pirat erobert Italien

Würzburger Stein Müller-Thurgau siegt in der Höhle des Löwen.

Die italienische Weinwirtschaft hat ihre Liebe zum Müller-Thurgau entdeckt. Seit einigen Jahren setzt sich die fruchtbetonte und modern vinifizierte Rebsorte mehr und mehr als überzeugende Alternative zu südlichen Weißweinen durch. Dass auch juliusspitälische Müller-Thurgau Weine dabei eine Vorreiterrolle spielen, belegt die Auszeichnung, die jetzt das Weingut Juliusspital Würzburg erhielt. 

Beim ersten internationalen Müller-Thurgau Weinwettbewerb im Valle di Cembra belegte ein 2002 Würzburger Stein Müller-Thurgau auf Anhieb einen ersten Platz und gewann somit einen der begehrten Goldmedaillen. Den hohen Stellenwert der Verkostung unterstreicht die Tatsache, dass es in Italien nur drei Veranstaltungen gibt, die auf die Schirmherrschaft und auf die Überwachung der Organization Internationale de la Vigne e du Vin (OIV) zählen konnten. Nach den Regeln der OIV können z. B. nur 30 Prozent aller angestellten Weine eine Auszeichnung erhalten. Hinzu kamen die Genehmigung und die Überwachung seitens des Land- und Forstwirtschaftsministeriums, die wissenschaftliche Planung durch die Universität Udine, der Universität in Piacenza sowie das Studien- und Bildungszentrum für Weinfachleute in Brescia. Darüber hinaus konnte der Weinwettbewerb auf die fachkundige Kompetenz von 19 Kommissionsmitgliedern des obersten Niveaus, zum Großteil Önologen aus mehreren Nationen, setzen. Organisiert vom „Comitato Mostra Valle di Cembra“ stellte sich jetzt u. a. ein Juliusspital Müller-Thurgau den Weinen aus ganz Europa.

Der 2002 Würzburger Stein Müller-Thurgau Kabinett trocken gewann als deutscher „Wein-Pirat“ eine von insgesamt nur fünf verliehenen Goldmedaillen und trutzte damit in der Spitzengruppe der zahlenmäßig weit überlegenen italienischen und internationalen Müller-Thurgau Konkurrenz.

Noch ganz in Sieger- und Enterlaune schmettert Horst Kolesch vom Juliusspital: „Nach dem Siegeszug der fränkischen Silvaner machen wir jetzt unseren Müller-Thurgau international salonfähig. Die Leute werden sich noch wundern!“

Leider ist der 2002 Würzburger Stein Müller-Thurgau Kabinett trocken aus dem Jahrgang 2002 schon längst vergriffen. Aktuell erhältlich ist in der Vinothek Weineck Julius Echter und in der Zehntscheune der Würzburger Stein Müller-Thurgau Kabinett trocken aus dem Spitzenjahrgang 2003. (Geheimtipp der Kellermeister: „Der ist eigentlich noch viel besser.“) Als besonderer Leckerbissen ziert den Bocksbeutel des Spitzenweins auf der Rückseite eine echt 24 Karat vergoldete Jubiläumsmünze mit Prägung des Fürstenbaus.

 

Weinbaupräsident Andreas Oestemer stößt mit dem strahlenden Weingutsleiter Horst Kolesch auf den erfolgreichen Weinpirat an.

 

Stiftung Juliusspital erhält Staatsehrenpreis

Bayerischer Landwirtschaftsminister Josef Miller verleiht Bayerischen Staatsehrenpreis an das Weingut Juliusspital Würzburg
Ehrung für langjährige Qualität und Kontinuität

Würzburg: In der Kelterhalle des Mainfränkischen Museums auf der Festung Marienberg zu Würzburg zeichnete Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller das Weingut Juliusspital Würzburg für einen 2003 Würzburger Stein Silvaner Kabinett trocken mit dem Bayerischen Staatsehrenpreis aus.

Das Juliusspital gehört mit seinen 168 ha Rebflächen zu den bedeutendsten deutschen Weingütern. Bereits zum 6. Mal nach 1975, 1978, 1983, 1992 und 2001 erhält der Stiftungsbetrieb den Staatsehrenpreis. Mit dem "besten trockenen Weißwein der Welt", einer Weißburgunder Spätlese, sorgte das Juliusspital im vergangenen Jahr international für Furore. Gut in Erinnerung ist auch die Verleihung des Titels "Equipe des Jahres" für das Team um Weingutsleiter Horst Kolesch.

Präsident Oestemer würdigt die Leistung des Ehrenpreisträgers: "Wir freuen uns und sind stolz darauf, diesen Leitbetrieb in Franken zu haben. Durch Leistung und Qualität sind Sie überregional, ja sogar international bekannt. Sie helfen uns das Bild vom neuen Franken nach außen zu tragen. Dafür sind wir Ihnen dankbar. Die Erfolge und Auszeichnungen sind nicht nur wichtig für Sie in Ihrem Betrieb, sondern für unsere ganze Region."

Den Bayerischen Staatsehrenpreis erhält jeweils der Betrieb, der in den vergangenen drei Jahren die beste Prämierungsquote erzielt hat, und somit den höchsten Anteil an prämierten Weinen an seiner Gesamtproduktion aufweisen kann. Es wird mit diesem Preis das konsequente Qualitätsstreben über viele Jahre honoriert, das einen wahren Topbetrieb auszeichnet. Ein Weingut, dem ein Staatsehrenpreis zuerkannt wurde, kann somit frühestens nach drei Jahren wieder diese Auszeichnung erlangen. Der Preis wird jeweils einem hervorragenden Wein des geehrten Betriebes zuerkannt.

Hermann Mengler, Bezirksfachberater für Weinbau und Kellerwirtschaft des Bezirks von Unterfranken und Chef der DLG-Bundesweinprämierung in seiner Laudatio: "Tradition und Moderne vereinen zu können ist eine große Kunst. Ein Widerspruch in sich, der aber gordisch gelöst wurde, indem man aus beiden das Positive zog und beides nebeneinander kultiviert".

Die nicht kleinen Rebflächen werden nach neuesten Gesichtspunkten bewirtschaftet, und auch die Keller wurden neuesten Erkenntnissen angepasst. Den "Bischofsstab" schwingt seit 1985 ein Weingutsleiter mit Format, der mit jugendlichem Elan es 1996 zum Gutsverwalter des Jahres geschafft hatte.

Mit seiner ihm eigenen bestimmenden Höflichkeit überträgt er seine Qualitätsphilosophie auf die Mitarbeiter. Mit seinem Team, an der Spitze ein erfahrener Oenologe, geht es seit 2001 so richtig steil nach oben.

Kopfarbeit ist Handarbeit, alles wird unternommen im Weinberg und im Keller und im vergangenen Jahr gelang ein Geniestreich, als ein fränkischer Pirat, in Gestalt eines Weißen Burgunders zu einer internationalen Verkostung geschickt wurde und dieser fränkische Eliteburgunder, kam mit "Großem Gold" und der zusätzlichen Sonderauszeichnung, "Bester trockener Weißwein der Welt", wieder nach Hause zurück.

Staatsminister Josef Miller verlieh den Bayerischen Staatsehrenpreis 2004 für das ausgezeichnete Abschneiden mit 64 Gold-, 47 Silber- und drei Bronzemedaillen über den Prämierungszeitraum von drei Jahren an das Weingut Juliusspital Würzburg.

 

Neue Keltertechnik im Juliusspital - Trauben fahren Aufzug

Trauben fahren Aufzug – Neue Kellereitechnik im Juliusspital Weingut

Mit erkennbarem Stolz präsentierte das Weingut der Stiftung Juliusspital Würzburg die völlig neu konzipierte Traubenannahme im Kelterhaus des zweitgrößten Weingutes Deutschlands.

Statt wie bisher und in der Branche sonst üblich die Trauben und die Maische mit Schneckenpumpen zu befördern, hebt nun ein riesiger Lastenaufzug eine 8.500 Liter fassende Traubenwanne innerhalb des Kelterhauses 13 m hoch bis unter das Dach des Kellereigebäudes. Von dort führen schonende und großzügig dimensionierte Förderelemente das Lesegut ohne Pumpvorgänge zu den verschiedenen Stationen der Trauben- und Maischeverarbeitung.

Bis ins Kellergeschoss legen die Trauben, Maische oder der spätere Most einen Höhenunterschied von mehr als 17 m zurück. Nach dem Gravitationsprinzip oder dem Prinzip der natürlichen Schwerkraft gelangen sie so in die Maischebehälter, den Rotweinfermenter oder direkt in die Weinpressen. Weingutsleiter Horst Kolesch erläutert die strengen Vorgaben für die richtungsweisende Kelterhaustechnologie. An erster Stelle stand die "schonendste aller Möglichkeiten" des Traubentransports. Dicht gefolgt von weiteren Prämissen. So sollten zahlreiche Varianten der Traubenbehandlung möglich sein. Eine hohe Schlagkraft für einen optimalen Lesezeitpunkt und die Vielseitigkeit der Anlage für den einfachen aber dennoch anspruchsvollen Gutswein bis hin zu den hochwertigsten Trockenbeerenauslesen oder Eisweinen waren weitere wichtige Kriterien.

Außerdem wollte der Kellermeister die Leistung von 1.000 kg bis 20.000 kg pro Stunde stufenlos und den Anforderung des Lesegutes entsprechend regulieren können. Schwierig gestaltete sich die Suche nach einer geeigneten Technologie für dieses bisher in der Weinbranche noch nicht realisierte System. Zahlreiche Firmen aus der Getränketechnologie, aus der Gemüseverarbeitung oder aus anderen Ernährungsbereichen winkten bei der schwierigen Aufgabenstellung im bereits vorhandenen Kelterhausgebäude ab. Andere schieden mit ihren fraglichen Vorschlägen aus.

Der Leiter des Geschäftsbereiches Technik, Bernd Straub, konstruierte schließlich mit seinem Team ein in der Weinbranche völlig neues Konzept der Traubentechnologie. "Juliusspital Grape-Tec" ziert daher auch die blank polierten Edelstahlteile der Anlage. Für die Anlagenteile der Kelterhaustechnik konnte eine Firma aus dem Württembergischen gewonnen werden. Die schwierige Aufgabe des Traubentransports von ca. 12 t in luftige 13 m Höhe meisterte nach einer bundesweiten Suche ausgerechnet die Firma Möschl aus Billingshausen in unmittelbarer Nähe Würzburgs. Bernd Straub: "Ein absoluter Glücksfall für uns!" Nach sechs Monaten Umbau und Einbau bestand die neue Anlage mit Bravour ihren Testlauf mit dem hervorragenden Weinjahrgang 2004. Mehr als 6.000 hl Most aus den besten Lagen Frankens marschierten mittlerweile über die neue Anlage."Weniger Trubstoffe und weniger Stress für die Trauben bedeuten einfach eine bessere Weinqualität" beschwört der Leiter des Weingutes Horst Kolesch. Er macht dabei einen Ausflug in die Welt unerwünschter Traubenkerninhaltsstoffe wie Phenole, Chinone und Glukane. Mit der neuen Anlage konnten Schlagkraft und Prozesssicherheit zusätzlich gesteigert werden. Dies macht die Anlage mit einem Gesamtpreis von ca. € 200.000,– auch betriebswirtschaftlich äußerst interessant. Selbstverständlich erfüllt die betriebsfertige Anlage alle Anforderungen der Arbeitssicherheit.