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Juliusspital ist „Höhepunkt der Weinkultur“
Deutsches Weininstitut übergibt Auszeichnung an Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth

Das fränkische Weinland ist nach Ansicht des Deutschen Weininstituts mit vier „Höhepunkten der Weinkultur“ geschmückt. Dazu gehört neben Hofkeller, Bürgerspital und Castell’sches Domänenamt auch das Weingut Juliusspital Würzburg.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) zeichnet damit 2010 das Juliusspital als einen der ersten vier fränkischen Orte aus, die die Geschichte und die Tradition des Weinbaus, die Leistungen der Weinwirtschaft und das Kulturgut Wein dokumentieren. Eine unabhängige Jury hatte zuvor aus über 100 Vorschlägen aus allen Anbaugebieten bundesweit 40 weinkulturelle Höhepunkte ausgewählt.

„Mit dieser Aktion wollen wir die Menschen für unser Kulturgut Wein sensibilisieren und dazu animieren, vor Ort zu erleben, was Weinbau in Deutschland und in Franken bedeutet„, so Monika Reule, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts, welche Urkunde und Plakette an Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth übergab.

Markantes Zeichen dieser Weinkultur ist die steinerne Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1576 im Durchgang des Fürstenbaus mit einer Bocksbeuteldarstellung. Das Relief gilt jedenfalls als ältester Beleg für das Vorkommen einer Bocksbeutel-ähnlichen Flasche in der Neuzeit.

Herzstück der Kellerei ist der 250 m lange Holzfasskeller unter dem Fürstenbau von Antonio Petrini aus dem Jahre 1699. Hier werden die großen Weine des Weingutes hergestellt.

Die verliehene Plakette wird die Stiftung nach Abschluss der Sanierungsarbeiten am Tor an der Juliuspromenade  anbringen.  Außerdem veröffentlicht Ende des Jahres 2010 ein Merian Reiseführer die „Höhepunkte der Weinkultur“.

Für die Stiftung und ihr Weingut bedeutet die Auszeichnung eine zusätzliche Aufwertung ihrer Wein-, Kultur- und Tourismus-Destination.